Schulgottesdienste zum Reformationstag

Schulgottesdienste zum Reformationstag werden an der Paul-Maar-Schule fast jedes Jahr durchgeführt. 

Im Schuljahr 2019/20 gestaltete sich der Gottesdienst folgendermaßen:

Mit der Pastorin Frau Gesa Schaer-Pinne haben wir am Freitag nach dem Reformationstag, am 1. November 2019, zwei gemeinsame Kindergottesdienste im Lukashaus, unserem Gemeindehaus, veranstaltet. Für die ersten und zweiten Klassen ging es direkt nach der großen Pause begleitet durch das Läuten der Glocken zum Lukashaus. Für unsere großen Kinder aus den dritten und vierten Klassen ging es dann etwas später am Vormittag los zu ihrem Gottesdienst.

Passend zum Reformationstag erzählte die Pastorin mit einer 'Storybag' die Geschichte von Martin Luther. Eine 'Storybag' ist eine Tasche, in der viele Bilder aus Stoff verborgen sind, die durch fortwährendes Umstülpen sichtbar werden und eine Erzählung sehr anschaulich werden lässt. In der 'Storybag' über Martin Luther ging es vom finsteren Mittelalter über die Erfindung des Buchdrucks bis hin zur Übersetzung der Bibel ins Deutsche und endete mit einem versöhnlichen ökumenischen Bild, auf dem ein katholischer Priester neben einer evangelischen Pastorin steht. Wir waren von dieser Methode alle sehr begeistert!

In den dritten und vierten Klassen beschäftigen wir uns im Laufe der Schuljahre im konfessionsübergreifenden Religionsunterricht mit der Entstehungsgeschichte rund um die Bibel. In diesem Zusammenhang geht es dann natürlich auch um Luthers Übersetzung der Bibel ins Deutsche und die damit verbundene Möglichkeit, dass seitdem alle deutschsprachigen Menschen die Bibel verstehen können. Des Weiteren lernen die Schülerinnen und Schüler, dass die Bibel heute das am häufigsten gedruckte und am weitesten verbreitetste Buch der Welt ist und in über 2000 Sprachen mittlerweile übersetzt wurde.

Viele Kinder brachten ihre eigenen Bibeln und Kinderbibeln zu unserem Gottesdienst mit. Einige trauten sich nach vorne und stellten ihre Bibeln ganz persönlich vor. So erzählte uns ein Zweitklässler, dass er mit seinem Vater schon bis Seite 39 gelesen hat, ein Junge aus der dritten Klasse las uns die Widmung seines Opas aus der Konfirmationsbibel seiner Mutter vor, ein Mädchen aus der zweiten Klasse zeigte uns die finnische Bibel ihrer Oma und ein Junge hielt seine serbische Bibel hoch und erzählte, dass er orthodox sei. Unser Ziel, eine möglichst große Vielfalt an Bibeln in diesem Gottesdienst zu präsentieren und dadurch ganz anschaulich die Besonderheit und Bedeutung der Bibel zu zeigen, haben wir auf jeden Fall erreicht.

Wir haben uns gefreut, dass viele Eltern die Gelegenheit nutzten und zu den Gottesdiensten kamen!

Ein ganz herzlicher Dank gilt der Pastorin Gesa Schaer-Pinne und dem Team des Lukashauses!